Unterzeichner im Portrait

Die deutschen Unterzeichner des UN Global Compact stellen sich vor.

Jeden Monat haben Sie hier die Gelegenheit, einen Teilnehmer aus unserem Netzwerk besser kennen zu lernen. Im Rahmen eines Interviews geben unsere GesprächspartnerInnen Einblicke in ihre Erfahrungen mit dem Global Compact und verraten, welche Maßnahmen sie im Hinblick auf unternehmerische Verantwortung bereits ergreifen oder planen und proaktiv vorantreiben.

 

In diesem Monat haben wir mit Dr. Meike Niedbal, Leiterin Nachhaltigkeitsmanagement und Zukunftsforschung bei der Deutschen Bahn AG, sprechen können. Sie ist auch Mitglied unseres Lenkungskreises.

Sehr geehrte Frau Dr. Niedbal, warum ist die Deutsche Bahn AG Teilnehmer beim Deutschen Global Compact Netzwerk (DGCN) geworden?

Die Deutsche Bahn AG ist mit über 300.000 Mitarbeitern weltweit in über 130 Ländern tätig. Für uns ist es daher selbstverständlich, dass wir nicht nur in Deutschland, sondern international als Unternehmen Verantwortung tragen. Unsere Strategie DB2020+ ist Ausdruck dieser Überzeugung und Kompass für unser Handeln. Mit ihr verfolgen wir einen dauerhaften Einklang von Ökonomie, Sozialem und Ökologie. Dieses Ziel können wir nur durch einen partnerschaftlichen Dialog mit unseren Stakeholdern erreichen. Die Unterstützung des UN Global Compact ist dabei ein zentraler Baustein. International wollen wir damit ein klares Zeichen setzen und auch andere Akteure motivieren, sich zu den Prinzipien des UN Global Compact zu bekennen. In Deutschland bietet uns das DGCN eine wichtige Plattform, um mit Stakeholdern aus unterschiedlichen Bereichen und Perspektiven zu diskutieren und voneinander zu lernen.

Sie haben die Motivation anderer Akteure bereits angesprochen. Welchen Rat haben Sie für all jene, die noch zögern, am Global Compact teilzunehmen?

"Making global goals local business": Dies ist das Leitprinzip bei der Umsetzung der 17 Sustainable Development Goals. Nie war die Zeit besser und reifer, um durch neue Partnerschaften die immensen Geschäftspotenziale, die in der Nachhaltigkeit liegen, gemeinsam zu heben. Insofern wäre mein Rat, direkt mit dem DGCN in Kontakt zu treten und sich über die Arbeit zu informieren. Auch will ich dazu ermutigen, andere Unternehmen anzusprechen, die bereits teilnehmen. Dadurch erhält man aus erster Hand Erfahrungsberichte aus dem Innenleben des DGCN und kann sich darüber austauschen, was andere Unternehmen zu einer Teilnahme bewogen hat. Klar ist: Wir als Deutsche Bahn sind fest von unserer Teilnahme am UN Global Compact überzeugt und würden es anderen Unternehmen auf jeden Fall empfehlen.

Welche unserer Angebote haben Ihnen bereits in der praktischen Umsetzung unternehmerischer Verantwortung besonders geholfen?

Für uns als Deutsche Bahn sind sowohl die Veranstaltungen als auch Fortbildungsformate wie z.B. Webinare sehr hilfreich für den Best-Practice-Austausch. Die Auseinandersetzung mit den Sustainable Development Goals und damit verbundenen unternehmerischen Themen sind dafür ein gutes Beispiel. Hervorzuheben ist dabei der „Blick über den Tellerrand“. Innerhalb des DGCN haben wir die Möglichkeit, mit Akteuren aus NGOs, Politik oder anderen Unternehmen zu diskutieren. Dieser Dialog ist für uns sehr wertvoll, um andere Sichtweisen und neue Impulse für unser Handeln zu erhalten.

Welche Nachhaltigkeitsthemen werden in Zukunft prioritär für Ihr Unternehmen sein? Was wünschen Sie sich diesbezüglich vom DGCN?

Ein zentrales Thema ist sicher die Verbindung von Nachhaltigkeit und Innovation. Das digitale Zeitalter bietet große Chancen, um Mobilität und Logistik neu und vor allem noch kundenorientierter und effizienter zu denken. Nachhaltige Geschäftsmodelle sind hier der Schlüssel. Sie können auch ein wichtiger Hebel für ein weiteres Thema sein: Die Umsetzung der Sustainable Development Goals. Daran wird sich entscheiden, ob unser heutiges Wirtschaftsmodell auch in Zukunft tragfähig sein wird. Und da ist die Zusammenarbeit aller Akteure gefragt: Unternehmen, Politik, Zivilgesellschaft und die Wissenschaft. Sie wird aber nur dann funktionieren, wenn wir den Austausch bereichsübergreifend stärken. Das DGCN kann hier eine wichtige Rolle spielen und als Impulsgeber und Plattform fungieren.

Wir danken Ihnen für das Gespräch, Frau Dr. Niedbal.

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