Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen im Kontext Nationaler Aktionsplan Wirtschaft & Menschenrechte

Der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung (NAP) wird die Anforderungen an deutsche Unternehmen zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt (Due Diligence) nach den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP) konkretisieren. Das Deutsche Global Compact Netzwerk führt 2016 vielfältige Maßnahmen durch, um Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen.

Die Unterstützungsmaßnahmen gliedern sich in 5 Arbeitspakete. Die Übersicht wird laufend aktualisiert:

Menschenrechtliche Sorgfalt entlang der Lieferkette

Für viele Unternehmen liegen die größten praktischen Herausforderungen in Bezug auf Menschenrechte in der Lieferkette. Ein großer Informationsbedarf besteht vor allem in Bezug auf die praktische Gestaltung von Sorgfaltsprozessen jenseits der direkten Zulieferer.

Weiterhin werden zum Ende des Jahres 3-4 Trainings für deutsche Niederlassungen im Ausland sowie Zulieferer deutscher Unternehmen angeboten. Voraussichtliche Zielländer sind Südafrika und Indien.

 

India is one of the fastest growing economies worldwide holding numerous opportunities for investors. Despite rapid growth, German companies operating in India are faced with a number of sustainability challenges.

To support German companies operating in India and their business partners in implementing human rights due diligence processes, the Global Compact Network Germany in cooperation with twentyfifty ltd. will pilot a cross-sectoral introductory training.

 

Chemical companies operating in India are faced with a number of challenges such as bribery and corruption, gender discrimination, health problems in supplier factories, exposure to harmful chemicals and corresponding impacts on local communities.

The Global Compact Network Germany in cooperation with twentyfifty ltd. will pilot a one-day business coaching in order to support chemical companies and their suppliers in India in implementing human rights due diligence measures.

Fort- und Weiterbildungsangebote für KMU

Erster Schritt ist die Erstellung eines Leitfadens für Multiplikatoren an Kammern, Verbänden und sonstigen Institutionen, um eine Erstberatung zu erleichtern.

Bis Ende 2016 werden darüber hinaus erste Pilot-Trainings in Kooperation mit Kammern und Verbänden angeboten, um KMU das Thema Menschenrechtliche Sorgfalt näher zu bringen.

Fort- und Weiterbildungsformate für KMU

Menschenrechtliche Sorgfalt unter Einbindung besonders betroffener Gruppen/Rechteinhaber

TeilnehmerInnen erhalten einen Überblick über die Bedeutung von Kinderrechten im Unternehmenskontext und erste Anregungen dazu, wie sie in unternehmerisches Handeln integriert werden können.

 
Frauen leisten weltweit einen Großteil der Arbeit, doch verfügen sie nur über einen Bruchteil der globalen Einkommen und des Eigentums. Entlang globaler Wertschöpfungsketten sind Frauen oft besonderen Risiken ausgesetzt, etwa als Mitarbeiterinnen oder in lokalen Gemeinden. Sie haben es oft schwer beim Zugang zu sicheren Arbeitsverhältnissen, Märkten und Finanzierung.
Die Stärkung von Frauen entlang globaler Wertschöpfungsketten hilft Unternehmen bisher ungenutztes Potential zu mobilisieren – etwa indem sie Frauen in Zulieferfabriken stärken, Herausforderungen von Frauen bei der Rohstoffgewinnung angehen oder frauengeführte Unternehmen stärker in die eigene Lieferkette einbinden. Nach einer Einführung ins Thema und der Vorstellung einer neuen Publikation werden UnternehmensvertreterInnen aus dem Netzwerk (und darüber hinaus) ihre eigenen Ansätze und Lernerfahrungen zur Diskussion stellen.
 

UNICEF, Deutsches Global Compact Netzwerk and twentyfifty Ltd. are pleased to invite you to attend the 2016 event of the forthcoming UNICEF global training package on the steps businesses can take to manage their impacts on children, and to integrate children’s rights into business processes.

Durchführung von Menschenrechts-Risikoassessments

Das Projekt unterstützt Unternehmen, die Anforderungen aus dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) der Bundesregierung mit Blick auf menschenrechtliche Sorgfalt umzusetzen.

Das Gesamtprojekt gliedert sich folgendermaßen:

Pilotprojekt "Menschenrechtliches Risiko-Assessment"

Mehrsprachige Plattform zu ersten Schritten menschenrechtlicher Sorgfalt

Bis Ende 2016 wird das bestehende OCAI Tool überarbeitet und angepasst um Unternehmen noch besser darin zu unterstützen, ihre internen Management-Kapazitäten einzuordnen und weitere Schritte auf dem Weg zur menschenrechtlichen Sorgfalt zu planen.

Zusätzlich wird ein Informationsportal eingerichtet, in dem konkrete Handlungsanleitungen und Beispielsammlungen zum Thema gebündelt werden.

Bei Interesse an den Veranstaltungen melden Sie sich gerne direkt auf der Veranstaltungsseite an oder kontaktieren Philipp Bleckmann.

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