Schritt 4: Integration der SDGs in die Unternehmensstrategie

Schritt 4: Integration der SDGs in die Unternehmensstrategie

„Novozymes’ technology in bioenergy, detergents, agriculture, food and feed makes us well placed to help achieve the goals relating to food security, sustainable consumption and sustainable agriculture and energy. By understanding the Global Goals – the global challenges – we can target our innovation to meet the needs of the present and future generations.“ (Claus Stig Pedersen, Head of Corporate Sustainability bei Novozymes)

Themenschwerpunkte: Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Landwirtschaft, Ernährung, SDGs 2, 7, 13

 

Die „SDG Industry Matrix“

Laut einer Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC sind 71 Prozent der Unternehmen bereits dabei, ihren Umgang mit den SDGs zu planen und 34 Prozent der Unternehmen haben bereits konkrete Pläne beschlossen und / oder sind dabei, diese umzusetzen. 37 Prozent der Unternehmen, die an der Befragung teilgenommen haben, arbeiten zurzeit an einer Strategie.

Um Unternehmen den Einstieg in die Umsetzung der SDGs zu erleichtern, hat der UN Global Compact gemeinsam mit Partnern verschiedene Tools wie den „SDG Compass“ und die „SDG Industry Matrix“ entwickelt. Ziel der „SDG Industry Matrix“ ist es, über Maßnahmen zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele zu informieren und zu Umsetzungsideen anzuregen. Die Matrix wurde in dem Bewusstsein erstellt, dass die Möglichkeiten für Unternehmen, zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen, je nach Branche variieren. Sie enthält deshalb mehrere Publikationen mit Beispielen für die besten und effektivsten Möglichkeiten zur Umsetzung der SDGs aus spezifischer Branchenperspektive.

Bislang sind Praxisbeispiele aus folgenden Branchen erhältlich:

  • Financial Services
  • Food, Beverage & Consumer Goods
  • Climate Extract
  • Healthcare and Life Sciences
  • Industrial Manufacturing
  • Energy, Natural Resources, Chemicals (Consultation Draft)

Best Practice: Novozymes

Auch der Biotechnologie-Konzern Novozymes mit Stammsitz in Dänemark befasst sich bereits im Rahmen seiner Möglichkeiten mit der Umsetzung der SDGs. Als Weltmarktführer bei der Herstellung industrieller Enzyme und Mikroorganismen unter anderem für Lebensmittel und Getränke, Bioenergie, für die Landwirtschaft sowie die Technologie- und Pharmabranche sind für Novozymes die Ziele 2, 7 und 13 besonders relevant. Diese adressieren Herausforderungen wie Ernährungssicherheit, die Sicherung des Zugangs zu sauberer Energie und die Bekämpfung des Klimawandels.

  • Ziel Nummer 2 der Sustainable Development Goals zielt darauf ab, den Hunger zu beenden sowie Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung zu erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.
  • Ziel Nummer 7 soll dazu beitragen, den Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle zu sichern.
  • Ziel Nummer 13 wiederum fordert dazu auf, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen.

„Business is no longer the problem; it is part of the solution“

Die SDGs stellen bei Novozymes einen Orientierungsrahmen dar, an dem das Unternehmen seine Ziele und Strategien ausrichtet. Für die strategische Ausrichtung des Kerngeschäfts des Unternehmens an den SDGs wurde Claus Stig Pedersen, Head of Corporate Sustainability bei Novozymes, im Sommer 2016 als einziger europäischer Wirtschaftsvertreter vom UN Global Compact als „Local SDG Pioneer“ ausgezeichnet. Dabei sieht Novozymes die SDGs nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance dafür an, als Unternehmen Antworten für ein besseres Leben für eine wachsende Weltbevölkerung zu finden. Anlässlich der Auszeichnung sagte Pedersen: „We are entering an era where responsible business is the new normal, and the private sector is identifying business opportunities from the global sustainability agenda. Business is no longer the problem; it is part of the solution."

Zu den langfristigen Unternehmenszielen, die sich Novozymes bis 2020 gesteckt hat, und die sich ausdrücklich an den SDGs orientieren, gehört etwa das Bestreben, sechs Milliarden Menschen mit seinen biologischen Lösungen und Produkten zu erreichen, zehn transformative Innovationen zu entwickeln, fünf globale Partnerschaften für den Wandel einzugehen sowie jährlich 100 Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

Novozymes hat die SDG-Agenda zudem explizit in seine Materialitätsanalyse einbezogen, die als Basis für die Identifizierung und Priorisierung der für das Unternehmen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen und -aktivitäten dient. So heißt es im Novozymes Report 2015: „Each issue has been defined and mapped to relevant UN Sustainable Development Goals and GRI categories.“

Als weitere Maßnahme kommuniziert Novozymes die Relevanz der SDGs für das Unternehmen prominent auf der Landingpage der Unternehmenswebsite und nicht etwa nur auf den Nachhaltigkeitsseiten des Unternehmens.

Darüber hinaus erstattet Novozymes regelmäßig Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung seiner Ziele sowie über nächste Schritte. Im Hinblick auf das Ziel etwa, die eigene Umweltperformance sowie die seiner Kunden mithilfe seiner Produkte zu verbessern, befand sich Novozymes eigenen Angaben zufolge im Jahr 2015 auf einem guten Weg. Demnach ermöglichte es Novozymes seinen Kunden im vergangenen Jahr, insgesamt schätzungsweise 60 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Zudem hält Novozymes seinen eigenen CO2-Abdruck seit 2007 trotz deutlichem Geschäftswachstum auf stabilem Niveau – etwa durch den Einsatz von erneuerbarer Energie und Produktoptimierung. Für die Zukunft hat sich Novozymes unter anderem vorgenommen, weitere Möglichkeiten zu erschließen, um die CO2-Einsparungen bis 2020 noch zu erhöhen.

Tipps zur Integration der SDGs in Ihre Unternehmensstrategie

  • Identifizieren Sie aufbauend auf den zehn Prinzipien des UN Global Compact die Möglichkeiten, die sich aus den SDGs für Ihr Unternehmen ergeben. Analysieren Sie, welche Ziele für Ihr Unternehmen relevant sind.
  • Leiten Sie daraus ein strategisches Konzept und unternehmerische Maßnahmen ab. Mit welchen Kompetenzen und Maßnahmen kann Ihr Unternehmen zur Lösung der globalen Herausforderungen beitragen?
  • Diese Maßnahmen haben sich bewährt: die SDGs als wichtig kommunizieren; die SDGs explizit in die Wesentlichkeitsanalyse einbinden; die SDGs als Leitbild für spezifische und messbare langfristige Unternehmensziele verwenden; regelmäßige Berichterstattung über Fortschritte zu jedem Ziel sowie über weitere Schritte
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